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Tresore werden durch die
amtliche Materialprüfanstalt für das Bauwesen des IBMB der
TU Braunschweig auf eine Feuertauglichkeit geprüft und zertifiziert.
Die Prüfung im Brandprüfraum erfolgt nach einem wiederkehrenden
Schema, das neben der reinen Prüfung auf Hitzebeständigkeit
auch eine Komponente enthält, welche Verformungseigenschaften des
Tresors nach starker Hitzeeinwirkung testet. Dazu werden die Datensicherungsschränke
und Dokumententresore
neben der Feuerprüfung ebenfalls einer Sturzprüfung aus über
9 Metern Höhe ausgesetzt. Die Ergebnisse der Prüfung ergeben
nach der Beendigung eine Abkühlungskurve, anhand derer sich die
Feuer- und Hitzeschutzeigenschaften der Tresore exakt ermitteln lassen.
Die standardisierten Tests erfolgen nach exakt wiederkehrenden Abläufen,
die wir für Sie anhand eines Beispiels für eines 120-minütigen
Tests aufzeigen möchten. Der Zeitfaktor ist bei der Beflammung
von großer Relevanz, da dieser die tatsächliche Widerstandskraft
wiederspiegelt. So erfolgt die Beflammung für einen Tresor nach
dem Feuersicherheitszertifikat S 60 für 60 Minuten und für
einen Tresor nach Feuersicherheitszertifikat S 120 für 120 Minuten.
Zusätzlich verbleiben Modelle der Klasse P noch mindestens eine
weitere Stunde im abkühlenden Brandraum. Tresore
der Klasse D verbleiben nach der Beflammung noch mindestens
12 Stunden im abkühlenden Brandraum. Ziel der Prüfung ist
die Messung der Temperaturen im Inneren des Tresors. Je nach Bestimmungszweck
darf die Spitzentemperatur im Inneren der Tresore einen festgelegten
kritischen Grenzwert während der gesamten Prüfung nicht übersteigen.
Nur so kann die Sicherheit der gelagerten Dokumente, Datenträger
oder anderer Wertsachen garantiert werden. Auch die Auswirkungen plötzlich
auftretender starker Hitze werden in den Simulationen getestet. Dazu
wir das Produkt in der so genannten Feuerstoßprüfung in den
auf 1090°C vorgeheizten Brandraum gefahren und verweilt dort 15
Minuten, bis die langsam abklingende Hitze erneut auf 1090°C erhöht
wird. Anwärter auf das Zertifikat S 60 werden dieser Temperatur
22,5 Minuten ausgesetzt. Modelle, die das Zertifikat S 120 erlangen sollen,
werden 45 Minuten der extrem hohen Temperatur ausgesetzt. Nach der Hitzebehandlung
müssen sich die Tresore einer weiteren Prüfung unterziehen.
Dazu werden sie aus 9,15 m auf eine Aufschlagfläche gestürzt.
Nach dem Sturztest muss der Tresor abermals in den Brennraum und bei
840°C eine festgelegte Zeitspanne verweilen. Für das Zertifikat
S 60 beträgt die Verweildauer 22,5 Minuten und für das S 120
Zertifikat 45 Minuten. |
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Gemessen werden während des Tests sowohl die Innentemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Tresors. Der Sturztest soll zeigen, ob sich unter der Hitzeeinwirkung durchlässige Stellen bilden, die heiße Brandgase in das Innere des Tresors dringen lassen. |
| Zertifikat | Testdauer |
Innentemperatur | Luftfeuchtigkeit | |
| S 60 P | 60 Minuten | max. 150 °C | ||
| S 60 D | 60 Minuten | max. 50 °C | max. 85% | |
| S 60 DIS | 60 Minuten | max. 30 °C | max. 85% | |
| E 60 P/DIS | 60 Minuten | max. 30 °C | max. 85% | |
| S 120 P | 120 Minuten | max. 150 °C | ||
| S 120 D | 120 Minuten | max. 50 °C | max. 85% | |
| S 120 DIS | 120 Minuten | max. 30 °C | max. 85% | |
| E 120 P/DIS | 120 Minuten | max. 30 °C | max. 85% | |
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Die Sicherheitsstufe P bezieht sich auf die Sicherheitsbedürfnisse von Papieren aller Art. In Dokumententresoren oder Dokumentensafes mit Feuersicherheit der Sufe P werden Papiere (Ausweise, Urkunden, Verträge und Ähnliches) geschützt. Ausgenommen sind Papierdokumente deren Papierarten bei Temperaturen unter 150°C in einem solchen Umfang Schaden nehmen, dass Daten verloren gehen. Zu letzteren zählen unter anderem Thermodruckerpapiere. |
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Für Datensicherungsschränke und Datensafes, welche der Feuerschutznorm DIS entsprechen gilt, dass hitze- und feuchtigkeitsempfindliche Datenträger als geschützt werden, die nicht unter 30°C Daten verlieren. Dazu zahlen nahezu alle handelüblichen Speichermedien. Gemeint sind Disketten, Streamerbänder, Giga-Tapes, CD-ROMs, Zip-Disketten und Ähnliches. |
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| Telefon: 0800 - 222 999 2 |
Telefax: 0800 - 222 999 22 |